Weitere Sicherheitsbewertungen

Sicherheitsbewertungen (Safety Assessments) dienen der Ermittlung flugbetrieblicher Risiken als Verknüpfung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Der allgemeine Verfahrensablauf besteht dabei aus der Durchführung von Bestands-, Gefahren- und Risikoanalyse sowie der anschließenden Risikobewertung und ggf. Ableitung von Minderungsmaßnahmen.

Häufig sind Sicherheitsbewertungen die Weiterführung von Konformitätsprüfungen nach EASA/ICAO und hierbei festgestellter Richtlinienabweichungen. Die sich hieraus ergebenden Untersuchungsschwerpunkte sind vielfältig und erfordern die Berücksichtigung vielzähliger individueller Gegebenheiten. Die von GfL durchgeführten Sicherheitsbewertungen gewährleisten eine fallspezifische Betrachtung unter Anwendung der o. g. Verfahrensschritte. Diese werden u. a. gestützt durch umfangreiche Dokumentenanalysen, Simulationen/Modellanwendungen, Flugversuche im Simulator, Expertenworkshops sowie analytische Berechnungen, die allgemeine mathematisch‑physikalische Wirkprinzipien sowie spezifische flugbetriebliche, flugleistungsspezifische und flugsicherungstechnische Zusammenhänge berücksichtigen.

Nachfolgend sind beispielhaft Untersuchungsschwerpunkte aufgelistet, die bisher von GfL im Rahmen von Sicherheitsbewertungen bearbeitet wurden:

  • Bodentragfähigkeit von Flugbetriebsflächen (Reifen-Untergrund-Interaktionsmodellierung),
  • Unterirdische Bauwerke im SLB-Sicherheitsstreifen,
  • Dimensionierung von Flugbetriebsflächen (bspw. RESA, SLB‑Streifen etc.),
  • Bauarbeiten bei gleichzeitigem Flugbetrieb,
  • Fehlende/verkürzte Anflugbefeuerung,
  • Betrieb von Luftfahrzeugen mit höherem Codebuchstaben,
  • Radarsignatur- und ILS-Untersuchungen,
  • Bewertung von Richtlinienunterschieden (bspw. NfL vs. EASA),
  • Entwicklung standardisierter Risikomanagement-Verfahren an Flughäfen,
  • Erarbeitung alternativer Nachweisverfahren (AltMoC) etc.

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